Aue und Neubrandenburg bestreiten Relegationsspiel um Verbleib in zweiter Liga

Von am 21. Mai 2007 – 16.29 Uhr

In den beiden zweiten Ligen sind alle Entscheidungen gefallen. In der 2. Liga Süd seit gestern auch in der Aufstiegsfrage, welche im Norden mit dem Aufstieg Wattenscheids bereits seit der letzten Woche entschieden war. Nur noch der Relegationsplatz war zwei Spieltage vor Schluss zu vergeben. Ihn hat sich gestern nach der 0:4-Niederlage bei Lok Leipzig der FFV Neubrandenburg „gesichert“.

Die Mannschaft von Trainer Sven Junker kann den fünf Punkte vor ihnen liegenden Kontrahenten Viktoria Gersten nicht mehr einholen und trifft damit im Relegationsspiel der beiden Tabellenzehnten aus den Staffeln Nord und Süd auf den FC Erzgebirge Aue. Gespielt wird am 3. und 10. Juni.
Vier der fünf Aufsteiger stehen fest

Während mit dem FFC Oldesloe (Nord), dem 1. FC Union Berlin (Nordost), dem FCR 2001 Duisburg II (West) und dem SV Dirmingen (Südwest) die vier Aufsteiger aus den Regionalligen bereits feststehen – der ASV Hagsfeld (Baden-Württemberg), die TGM/SV Jügesheim (Hessen) und der FC Bayern München II (Bayern) machen als Oberligameister den Süd-Aufsteiger unter sich aus – , wird es damit auf jeden Fall einen Verein aus den neuen Bundesländern erwischen.

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HSV II schon Tabellenzweiter

Unterdessen mausert sich der Hamburger SV II immer mehr zur Überraschung der Saison. Dass den gestrauchelten Aufstiegsanwärtern TeBe Berlin und FC Gütersloh gegen Saisonende die Luft ausgeht, kommt den Hanseatinnen zupass. Im direkten Duell der Zweitvertretungen bei Turbine Potsdam II behielt die Truppe von Claudia von Lanken klar und deutlich mit 3:0 (das war schon der Halbzeitstand) die Oberhand und nimmt mittlerweile Tabellenplatz zwei ein.

Verärgerung in Gütersloh

Moment, habe ich da oben „Luft ausgehen“ in Bezug auf Gütersloh geschrieben? Wird man dort nicht gerne hören – nicht zu Unrecht, wie den Spielberichten sowohl auf der FCG-Homepage als auch bei den Kielern zu entnehmen ist. Gütersloh war die dominierende Mannschaft, hatte wesentlich mehr Spielanteile. Doch was bringt das gegen den „Fluch von Kiel“?

Der Ärger von Güterslohs Trainer Steffen Enge über die Mauertaktik der Nordlichter war dementsprechend groß: „Wenn es für den Gegner um den Klassenerhalt geht, ist jedes Mittel legitim. Aber bei einer Mannschaft, für die es um gar nichts mehr geht, habe ich kein Verständnis, wenn sie nicht einmal versucht, Fußball zu spielen.“ Sollten sich die Andeutungen bestätigen, von denen Holstein Kiel zu berichten weiß – neben Stephanie Goddard verlassen demnach weitere Spielerinnen den Verein -, wird dies nicht der letzte Ärger von Enge binnen weniger Tage bleiben.

Außerdem gewannen in den bedeutungslos gewordenen Spielen Aufsteiger Wattenscheid gegen Calden mit 8:0, Absteiger Timmel gegen Gersten mit 3:2 und Herford gegen Berlin mit 1:0.

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