Heftige Reaktionen auf Inka-Grings-Beitrag

Von am 18. Mai 2007 – 1.22 Uhr 1 Kommentar

Zugegeben: Die teilweise harte Kritik auf unseren Beitrag „Der Irrweg der Inka Grings“ konnten wir bereits vorher erwarten. Denn die Nicht-Nominierung der Duisburger Stürmerin für die Nationalmannschaft ist derzeit eines der großen Reizthemen unter den Frauenfußball-Fans. Wir haben uns über die zahlreichen Meinungen gefreut, denn genau dazu ist unser Blog da – die verschiedenen Ansichten, so gegensätzlich sie auch sein mögen, aufeinander prallen zu lassen. Nachfolgend einige Auszüge aus dem Meinungsspektrum.

Leser wie „HellenSarsch“ und „Satine“ halten das Verhalten von Grings übereinstimmend mit dem Autor des Beitrags für einen Fehler.

„Jemandes Autorität zu untergraben führt zu nichts. (…) Die Antwort hätte diplomatischer ausfallen müssen“, so die Meinung von „HellenSarsch“. Ergänzend erklärte „Satine“: „Die Sache erinnert doch stark an den Dortmunder Abwehrspieler Wörns, der sich vor der Männer-WM in der Presse ausgeheult hat und dachte, Klinsmann nimmt ihn so in den Kader auf.“ Allerdings räumt „Satine“ ein: „Gut möglich, dass die NRZ die Aussagen Grings’ zugespitzt hat.“

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Die meisten Leser schlagen sich auf die Seite von Grings. „Ich finde nicht, dass Inka Grings sich in der Wahl ihrer Mittel vergriffen hat“, so „Goldfinger“, der meint: „Anstelle zur Abwechslung auf Inka Grings herumzureiten, würde mich eine Analyse der Arbeit der Bundestrainerin viel mehr interessieren, vor allem warum sie ein Jahr lang nicht mit einer ihrer verdienten Spielerinnen gesprochen hat.“

Einige vermuteten gar, wir hätten böse Absichten. „Meiner Meinung nach sollte ein Journalist auch das Alte mal ruhen lassen und nicht wieder irgendwo was rauskramen, um eine Inka Grings mal wieder schlecht dastehen zu lassen!“, so der Vorwurf von „Kurze“. Und „Werkselfe“ schrieb: „Die Ecke in die der Artikel Inka rückt gefällt mir gar nicht“.

Eines wollen wir auf jeden Fall klar stellen: Wir führen weder gegen Inka Grings noch andere Spielerinnen Privatfehden, noch reden wir jemandem nach dem Mund, um bevorzugt an Informationen zu kommen, wie uns das in einem Frauenfußball-Forum unterstellt wurde.

Wir werden allerdings auch in Zukunft deutlich Stellung beziehen, unabhängig davon, ob wir damit den Geschmack einer Mehrheit oder einer Minderheit treffen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • KaDe sagt:

    Bei der Abstimmung zum Thema Inka Grings entscheide ich mich für „Weiß nicht“ – quasi als Unentscheiden.
    Aus rein sportlicher Sicht wäre aufgrund der derzeitigen Form ein „Ja“ angebracht. Ich würde sie gerne wieder in der Nationalmannschaft spielen sehen. Allerdings gibt es im deutschen Aufgebot durchaus Alternativen.
    Ein „Nein“ würde ich insofern vertreten, als dass ich es für falsch halte, mehr oder weniger direkt einen Platz in der Mannschaft öffentlich einzufordern. Gerade im Falle Grings kann man die Vergangenheit nicht einfach ausblenden. Beim FCR wieder in Gnaden aufgenommen, wählt sie erneut den zweifelhaften Weg über die Öffentlichkeit.

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