Duisburg hält Druck auf Frankfurt aufrecht

Von am 14. Mai 2007 – 0.12 Uhr

Am viertletzten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga gaben sich die beiden Topteams aus Frankfurt und Duisburg keine Blöße. Der Tabellenführer aus Hessen gewann sein Auswärtsspiel beim TSV Crailsheim dank später Treffer am Ende noch deutlich.

Verfolger Duisburg erledigte die schwere Aufgabe bei der SG Essen-Schönebeck zwar nicht ohne Schönheitsfehler, aber am Ende doch souverän. Der Kampf um die Meisterschaft bleibt zur Freude der neutralen Fans also weiter offen.

Sowohl beim Tabellenführer als auch beim Tabellenzweiten war das Durchatmen nach den Siegen groß. Der 1. FFC Frankfurt war in Crailsheim zwar von Beginn an die Spiel bestimmende Mannschaft und ging schnell in Führung.

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Späte Treffer des FFC

Doch dann dauerte es nach der schnellen Führung von Birgit Prinz außergewöhnlich lange bis zur 77. Minute, bis das Team von Trainer Hans-Jürgen Tritschoks in diesem taktischen Geduldsspiel den zweiten Treffer nachlegte und gegen die müde werdenden Gastgeberinnen für die Entscheidung sorgte. Am Ende stand ein von der Papierform her souveräner 4:0-Erfolg, der ein bis zwei Tore zu hoch ausfiel.

Tritschoks meinte nach dem Spiel: „Wir wussten, dass es in Crailsheim kein Spaziergang wird. Bei uns machten sich die hohen Belastungen der letzten Wochen bemerkbar.“ Der Optimismus ist ungebrochen: „Wir haben die Meisterschaft selbst in der Hand. Wir müssen die verbleibenden Spiele gewinnen, dann wären wir auch wegen der beiden Siege gegen Verfolger Duisburg verdient Meister.“

Duisburg hält die Meisterschaft spannend

Die Frankfurter Hoffnungen auf einen Patzer des schärfsten Verfolgers erfüllten sich nicht. Ganz im Gegenteil: Der FCR 2001 Duisburg ließ sich trotz des Wissens um den Sieg der Frankfurterinnen nicht aus dem Konzept bringen. Mit zwei blitzschnellen Toren in der Anfangsviertelstunde von Simone Laudehr und Inka Grings stellten die Duisburgerinnen die Weichen bei der SG Essen-Schönebeck schnell auf Sieg und feierten am Ende den dritten Saisonerfolg gegen die Essenerinnen.

Zwar kamen die Gastgeberinnen zwischenzeitlich noch einmal auf 2:2 heran – Linda Bresonik traf unter anderem wie schon im Pokalhalbfinale per Freistoß -, doch das Team von Trainer Thomas Obliers behielt am Ende dank Treffern von Nicole Bender und Fatmire Bajramaj mit 4:2 die Oberhand und darf somit weiter von der Meisterschaft träumen.

Grings wurde bereits frühzeitig aufgrund von Oberschenkelbeschwerden sicherheitshalber ausgewechselt, Teammanager Dieter Oster erklärte: „Da sollte man kein Risiko eingehen. Wir haben noch schwere Spiele vor der Brust.“

In den weiteren Spielen des Tages kam Turbine Potsdam im Heimspiel gegen das aufopferungsvoll kämpfende Team von Heike Rheine überraschend über ein 0:0-Unentschieden nicht hinaus, die Gäste bewahrten sich durch den Punktgewinn ein letztes Fünkchen Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Der VfL Wolfsburg (2:0 gegen Bad Neuenahr) und der Hamburger SV (3:0 gegen Brauweiler-Pulheim) durften sich ebenso über Siege freuen, wie Bayern München, das beim SC Freiburg mit 3:0 gewann.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.