Zu früh abgepfiffen – Spiel wird wiederholt

Von am 8. Mai 2007 – 9.34 Uhr

Ein kurioser Fall ereignete sich am 17. März in der Frauenfußball-Regionenliga 5. Beim Spiel zwischen dem FC Hardt und dem TSV Stetten/Hechingen pfiff der Schiedsrichter die Partie beim Stand von 4:4 gleich acht Minuten zu früh ab. Der Protest des Aufstiegsaspiranten Hardt hatte Erfolg, die Partie wird am morgigen Mittwoch neu ausgetragen.

„Es gibt eine Neuansetzung, weil erwiesen war, dass der Schiedsrichter einen Fehler begangen hat“, so Staffelleiter Axel Pasedag. Der Schiedsrichter hatte sein Missgeschick zwar noch auf dem Platz schnell erkannt, die Partie aber nicht wieder angepfiffen, obwohl das möglich gewesen wäre.

Für den Tabellenzweiten Hardt geht es noch um den Titel, Stetten/Hechingen steckt als Tabellensiebter mitten im Abstiegskampf. „Angesichts der fehlenden Spielzeit war erwiesen, dass beide Mannschaften noch hätten gewinnen können“, so Pasedag.

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Dabei hatte das Spiel schon vor der Fehlentscheidung den Zuschauern reichlich Gesprächsstoff geboten. Denn die Hardter verspielten zunächst eine 3:0- und später eine 4:2-Führung.

Zudem zog sich Hardts Spielerin Uli Marte in der zweiten Halbzeit auch noch einen Kreuzbandriss zu, die Partie war acht Minuten unterbrochen. Hardts Trainer Heiko Weisser meint deswegen: „Aus meiner Sicht hätte es sogar noch gut eine Viertelstunde länger weitergehen müssen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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