Neuseeland testet gegen attraktiven Gegner

Von am 8. Mai 2007 – 13.38 Uhr

Neuseeland ist im Frauenfußball nicht gerade das, was man eine große Nummer nennt. Um sich für die WM in China zu qualifizieren, musste man sich gegen Teams wie die Salomon-Inseln, Papua-Neuguinea und Tonga durchsetzen.

Doch bei der WM im September warten andere Kaliber, wie etwa China, Brasilien und Dänemark. Um dort nicht unter die Räder zu kommen, müssen in der Vorbereitung Testspiele gegen starke Gegner her. Und auf einen solchen wird man bald gleich zweimal treffen.

So wird das Team von Trainer John Herdman am 3. und 6. Juni in Auckland zwei Testspiele gegen Kanada austragen, den Vierten der WM 2003. Notwendige Härtetests für Neuseeland, um sich an das Tempo zu gewöhnen, das man bei der WM antreffen wird.

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Neuseelands Frauenfußball-Beauftragte Michelle Cox freut sich auf die beiden Spiele. „Unser Publikum hat die Nationalmannschaft seit fast einem Jahrzehnt nicht mehr in einem Heimspiel gesehen. Die Spiele gegen Kanada sind eine fantastische Gelegenheit für die Spielerinnen. Zudem sind sie eine gute Werbung für den Frauenfußball.“

Für Neuseeland wird es das erste Länderspiel auf heimischem Boden sein seit der 1:3-Niederlage gegen Australien in einem WM-Qualifikationsspiel im Oktober 1998.

Dabei setzt man im Verband auf eine gute Atmosphäre im Stadion und reichlich Zuschauer. „Aufgrund des attraktiven Gegners Kanada hoffen wir, dass nicht nur die Frauenfußball-Fans ins Stadion kommen, sondern die Mütter und Väter auch ihre Söhne mitbringen“, so Cox.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.