Frankfurt strauchelt nicht, Rheine vor dem Abstieg

Von am 1. Mai 2007 – 15.48 Uhr

Als „Woche der Wahrheit“ wurden die drei Spiele binnen acht Tagen für den FFC Frankfurt beschrieben, in denen der Ligaprimus bei der SG Essen-Schönebeck, beim FC Bayern München und gegen Turbine Potsdam antreten muss(te). Bisher haben die Hessinnen ihre Prüfungen mit Bravour bestanden, drehten die Partie in Essen gar noch nach einem 0:2-Rückstand zu ihren Gunsten. Unterdessen setzt Turbine Potsdam seine konstante Rückrunde erfolgreich fort und steht der Abstieg von Heike Rheine unmittelbar bevor.

Frankfurt hat es in der Hand

Seit langer Zeit mal wieder haben wir eine wirklich aussagekräftige Tabelle vor uns, weil mittlerweile jeder der 12 Erstligisten 17 Saisonspiele bestritten hat. Fünf Spiele vor Toreschluss stehen die Frankfurter Chancen, ihrem langjährigen Dauerrivalen von Turbine Potsdam den Meisterpokal wieder wegzuschnappen, glänzend. Nicht zuletzte deshalb, weil es der SG Essen-Schönebeck im nun sechsten Anlauf wieder nicht gelang, den Serienmeister zu bezwingen. 2:0 hatten die Essenerinnen durch einen Foulelfmeter von Linda Bresonik und einen Treffer von Charline Hartmann zur Pause bereits geführt (siehe Stenogramm), doch zwei Mal Kerstin Garefrekes und Birgit Prinz drehten die Partie durch drei Tore von der 66. bis zur 70. Minute.

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Heute legte der Spitzenreiter ein 5:2 in München nach (siehe Stenogramm) und kann sich in den letzten fünf Spielen jetzt sogar eine Niederlage leisten. 4256 Zuschauer waren ins Augsburger Ernst-Lehner-Stadion gestürmt und sorgten damit für eine Rekordkulisse für die FCB-Frauen. Die Partie war in Augsburg ausgetragen worden, weil Augsburg als einziger bayerischer Bewerber um die Austragung von Spielen einer möglichen WM 2011 für sich werben wollte (siehe Artikel im Münchner Merkur).

Potsdam setzt erfolgreiche Rückrunde fort – nun nach Frankfurt

Viele Stolpersteine findet man bei einem Blick auf das Frankfurter Restprogramm nicht mehr, der größte dürfte am Sonntag ausgerechnet Turbine Potsdam sein (nach Duisburg kommen die Turbinen allerdings auch noch). Denn die Brandenburgerinnen haben nach einer turbulenten und nicht zufriedenstellenden Hinrunde den Schlüssel zur Konstanz wiedergefunden und von ihren sechs Rückrundenbegegnungen fünf gewonnen – am Sonntag klar 6:0 bei Brauweiler Pulheim (siehe Ergebnisse 17. Spieltag), heute mit 4:0 beim TSV Crailsheim (siehe Stenogramm). Folglich kann man beim FFC Frankfurt nur gewinnen. An Selbstvertrauen zum Beispiel – den Spitzenreiter ein bisschen (oder auch mehr) zu ärgern, wäre nur ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer konkurrenzfähigen Mannschaft für die neue Saison.

Brauweiler sicher abgestiegen, Rheine fast

Für die kommende Erstligasaison planen können aller Voraussicht nach auch schon alle Mannschaften ab Platz 10 aufwärts, den der SC Freiburg einnimmt. Den Breisgauerinnen gelang beim 4:0-Sieg gegen den FFC Heike Rheine der ersehnte „Big Point“, der dem Sport-Club nun sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz einbringt. Rheine müssten schon einige Überraschungen gelingen, an den die Verantwortlichen auch kaum noch glauben (siehe Artikel in der Münsterländischen Volkszeitung), wollen sie ihren Abstieg in Liga zwei noch verhindern. Für Brauweiler Pulheim steht dieser nun übrigens auch rechnerisch fest.

Eine Zusammenfassung der Partien in der 2. Liga am Sonntag und am heutigen 1. Mai folgt.

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