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Nina Aigner, von der Filzkugel zum Fußball

Von am 22. April 2007 – 5.04 Uhr

nina2006.jpgSchon im Alter von drei Jahren verblüffte Nina Aigner (Bild mit freundlicher Genehmigung von Bayern München) ihre Brüder mit ihren Ballkünsten, heute stockt bei Bayern Münchens Frauenelf die Angriffsreihe, wenn sie verletzungsbedingt fehlt. Dabei hatte die Fußball-Legionärin mit „Bilderbuchkarriere“ ganz andere Pläne. „Eigentlich wollte ich ja Tennisprofi werden“, gesteht die kaufmännische Angestellte.

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Mit 15 die bisher jüngste nationale Tennismeisterin in Oberösterreich, mit 16 WM-Dritte der Tennis-Teamweltmeisterschaft der Junioren in Essen mit den jetzt bekannten österreichischen Tennisgrößen Barbara Schwarz und Petra Rußegger, mit 17 Nr. 790 der Weltrangliste – erst eine schwere Schulterverletzung ließ alle Träume von der großen Tenniskarriere platzen.Weil Bälle aber weiter im Spiel bleiben sollten, wechselte die Spielerin aus dem Innviertel zum Frauenfußballteam von Peterskirchen und anschließend über Union Kleinmünchen zum USC Landhaus in Wien.

Unterstützung von Gertrud Stallinger

2001 gelang ihr,  auch „dank meiner Freundin, der Rekordinternationalen Gertrud Stallinger,“ schmunzelt der Topstar, der Sprung zum FC Bayern München und im Frühjahr 2003 führte sie die Torschützenliste der deutschen Bundesliga an.

„Nur eine Verletzung, ein Muskelfaserriss im Oberschenkel, ausgerechnet in einem Testspiel des FC Bayern gegen Österreichs Nationalelf (3:0) verhinderte meinen Transfer in die U.S.-Profiliga“, erklärt sie mit etwas Wehmut.

Rückschläge durch Verletzungen

Verletzungen sollten sie auch im Herbst 2004 (Kniegelenk) und Herbst 2006 (Muskelverhärtung) vorübergehend bremsen, allerdings schaffte die Torjägerin immer wieder ein Comeback. Und die Blessuren konnten sie auch nicht an bisher 56 Meisterschaftstoren hindern, eine Erfolgsquote, die ihr von der Fachjury der Trainerinnen alljährlich einen Spitzenrang unter den 12 besten Stürmerinnen Deutschlands beschert.

Und die Fans? „Sie haben mich dreimal zur besten Münchner Spielerin gewählt, verrät die Wahlmünchnerin, die ihren Wohnsitz aus Zeitgründen in die bayrische Metropole verlegte.

Außer Fulltime-Job, Training und Pflichtspielen absolviert sie nämlich auch noch ein Sportmanagement-Fernstudium und es ist der hübschen 26-Jährigen anzusehen: Auch diesen Abschluss wird sie so perfekt schaffen, wie sie zielsicher gegnerische Torhüterinnen düpiert.

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