Simone Laudehr: WM-Chance nur minimal

Von am 10. April 2007 – 9.16 Uhr 16 Kommentare

Beim 5:1-Pokalsieg in Essen am Sonntag hatte Simone Laudehr vom FCR 2001 Duisburg mit zwei Treffern großen Anteil am Finaleinzug. DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger schwärmte zur Pause vom „herrlichen Bewegungsablauf und der ausgezeichneten Technik“ der Spielerin, die er seit zwei Jahren beobachtet. Nicht wenige würden die 20-Jährige gerne bei der WM in China im deutschen Aufgebot sehen, doch dort wird sie aller Voraussicht nach gar nicht dabei sein.

Denn die U-19-Weltmeisterin von 2004 hat sich durch eine persönliche Entscheidung selbst ins Hintertreffen gebracht. „Sie hat mir bereits im November mitgeteilt, dass sie wegen wichtiger Prüfungen bis Juni nicht für die Nationalmannschaft bedacht werden möchte. Das ist auch der Grund, warum sie nicht beim Algarve Cup dabei war“, so Bundestrainerin Silvia Neid gegenüber Womensoccer.de.

Womit Laudehrs Chancen, in China mit dabei zu sein, stark geschrumpft sind, verpasst sie doch einen Großteil der Vorbereitung und zudem die beiden EM-Qualifikationsspiele gegen die Niederlande und Wales.

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„Ich weiß natürlich, was ich an ihr hätte, ich kenne sie ja schon lange aus der U-19. Aber in der Nationalmannschaft wird ja ein ganz anderes Tempo gespielt. Ich werde sie aber im Hinterkopf behalten, falls sich jemand verletzten sollte“, so Neid über die gebürtige Regensburgerin, die bei der U-19-WM 2004 sogar ins All-Star-Team gewählt wurde.

Für Neid spielt „Simon“ also offenbar erst in den Planungen für die Zeit nach der WM eine tragende Rolle. Die angehende Bürokauffrau wird ihre Ambitionen in der Nationalmannschaft somit wohl auf die EM 2009 und die WM 2011 verschieben müssen.

Bis dahin wird sie ihre sportlichen Ziele weiterhin in Duisburg verfolgen, wo sie vor kurzem einen Vertrag bis 2009 unterschrieb. Im Spiel der Rheinländerinnen ist Laudehr im Spielaufbau und offensiven Mittelfeld ein wichtiger Faktor. Und 15 Bundesligatreffer in der laufenden Saison sprechen für sich.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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