Deutsche U-19 nimmt wichtige Hürde

Von am 10. April 2007 – 22.33 Uhr

Der Qualifikationsmodus zur U19-EM vom 18. bis 29. Juli in Island will es so, dass schon eine einzige Niederlage, ja gar ein Punktverlust die Chancen auf eine Fahrkarte nach Nordeuropa erheblich schmälert. Denn in den sechs Vierergruppen, in denen noch bis Sonntag hart um die sieben zu vergebenden Plätze gekämpft wird, setzen sich lediglich die Gruppenersten und der beste Gruppenzweite aller Gruppen durch. Umso wichtiger und erfreulicher also, dass die deutsche U19-Nationalmannschaft gegen den vermeintlich stärksten Gegner, die Schwedinnen, heute mit einem klaren 4:1 die erste und schwerste Hürde souverän nehmen konnte.

Vor den Spielen gegen Ungarn am Donnerstag und Schottland am Sonntag ist die Ausgangslage damit glänzend. Zumal Schottland und Ungarn sich drei Stunden zuvor 3:3 trennten, also beide schon Federn gelassen haben. Dreißig Minuten dauerte es, ehe die Münchnerin Katharina Baunach (32. Minute) und die Potsdamerin Isabel Kerschowski (44.) den deutschen Farben einen beruhigenden 2:0-Vorsprung herbeischossen. Die erst 17-jährige Potsdamerin Bianca Schmidt (56.) und Stephanie Goddard vom Zweitligisten FC Gütersloh in der 82. Minute sorgten dafür, dass das einzige schwedische Tor, erzielt von Ida Brännström in der 85. Minute, nur mehr Ergebniskosmetik bedeutete.

Verständlich, dass Trainerin Maren Meinert im Anschluss an die Partie ihrer großen Freude darüber Ausdruck verlieh, dass ihre Truppe diese „schwierige Situation“, dass gleich vom ersten Spiel Wohl und Wehe der EM- und WM-Perspektiven abhängt, so gut lösen konnte. Dabei kann sie doppelt stolz auf ihr Team sein, gab es doch bereits am ersten Spieltag (siehe Ergebnisübersicht der UEFA) die ein oder andere Überraschung.

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So hätten wahrscheinlich nicht viele darauf getippt, dass Norwegen gegen Belgien nicht über ein 0:0 hinaus kommt und nach dem klaren 7:0 Dänemarks gegen Rumänien im entscheidenden Spiel der Gruppe 4 am Sonntag gegen die Däninnen schon zum Siegen verdammt ist. Oder Russland, das in Gruppe 5 gegen Finnland ebenfalls nur zu einem Unentschieden kam, weswegen beide in ihren noch ausstehenden Spielen um jedes einzelne Tor kämpfen dürften.

Richtig knifflig ist die Lage in Gruppe 6. Dort streiten sich die Schweiz, Italien und Spanien – immerhin Titelträger 2004 – um eine oder bestenfalls noch eine zweite Fahrkarte. Die Schweiz hat heute ihr Pflichtprogramm absolviert und Serbien mit 5:0 geschlagen. Gelingt Spanien, das sich heute von Italien 1:1 trennte, am Donnerstag gegen die Serbinnen ein ähnlich hoher Sieg, könnte auch hier am Sonntag ein Entscheidungsspiel gegen die Schweiz anstehen. Die Fahrkarte nach Island, das zeigt sich schon jetzt sehr deutlich, wird niemandem geschenkt.

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