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U-19: Über Büdelsdorf nach Island

Von am 9. April 2007 – 13.03 Uhr

Werbeplakat zur EM-Qualifikation der U-19Seit Einführung der U-19-Europameisterschaft in der Saison 1997/1998 hat sich die deutsche Nationalmannschaft immer für die EM-Endrunde qualifiziert. Geht es nach Trainerin Maren Meinert, soll dieses Kunststück jetzt zum zehnten Mal in Folge gelingen.

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Doch zum Auftakt am Dienstag wartet in Lübeck bereits ein harter Brocken: Schweden. Das Spiel hat Finalcharakter, denn nur der Gruppensieger bzw. der beste Gruppenzweite der sechs Qualifikationsgruppen qualifiziert sich für die EM auf Island.

„Das ist keine einfache Situation für uns. Solch ein Spiel kann darüber entscheiden, ob wir an der EM und WM teilnehmen“, weiß Meinert. Doch sie bleibt optimistisch: „Wir kennen die Schwedinnen gut und wissen, dass wir uns gegen sie durchsetzen können.“

Weitere Gegner beim Vierer-Turnier in Schleswig-Holstein sind am 12. April in Büdelsdorf, dem Geburtsort von Sportmoderator Gerhard Delling, Ungarn, sowie am 15. April wieder in Lübeck Schottland. „Nur der Sieger des Turniers nimmt an der EM teil. Das ist unser Ziel. Da wollen wir hin“, so die Weltmeisterin von 2003.

Offizielle Website der U-19-EM

Man sollte meinen, dass Deutschland als Titelverteidiger keine großen Probleme haben sollte, doch die bisherigen Saisonergebnisse waren durchwachsen. Beim internationalen Turnier in La Manga verlor man 0:2 gegen Frankreich, spielte 0:0 gegen Dänemark und schlug England 2:1.

Deutschland hofft auf Heimvorteil

Meinert meint: „Die Ergebnisse sind für mich zweitrangig. Die Spielerinnen machten insgesamt einen guten Eindruck. Man konnte deutlich erkennen, dass sie in der Winterpause an sich gearbeitet haben und in guter Verfassung sind.“ Zudem setzt Meinert ganz auf den Heimvorteil: „Es ist für unsere Spielerinnen natürlich toll, vor eigenem Publikum anzutreten. Hier können wir uns präsentieren und hoffen natürlich auch darauf, dass uns die Zuschauer zum Turniersieg tragen.“

Im Kader finden sich auch Spielerinnen, die bereits Erfahrung bei der U-20-Weltmeisterschaft in Russland sammeln konnten, wie Romina Holz, Carolin Schiewe, Nadine Keßler oder Monique Kerschowski. Zudem sind auch „Spielerinnen aus dem Jahrgang 1989 dabei, die vielleicht noch nicht für die Quali in Schleswig-Holstein in Frage kommen. Doch wir wollten ihnen schon mal die Gelegenheit geben, in die U-19 hineinzuschnuppern und Erfahrungen zu sammeln.“

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Die 6 Qualifikationsgruppen im Überblick

Gruppe 1
England
Tschechien
Österreich
Ukraine

Gruppe 2
Frankreich
Irland
Niederlande
Portugal

Gruppe 3
Deutschland
Schottland
Schweden
Ungarn

Gruppe 4
Norwegen
Dänemark
Belgien
Rumänien

Gruppe 5
Wales
Finnland
Polen
Russland

Gruppe 6
Spanien
Schweiz
Italien
Serbien

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.