Stimmen zum DFB-Pokalhalbfinale

Von am 8. April 2007 – 21.13 Uhr

Die beiden Halbfinalspiele im DFB-Pokal brachten Favoritensiege. Der FCR 2001 Duisburg und der 1. FFC Frankfurt werden sich nach 1999 und 2003 zum dritten Mal im Finale gegenüber stehen. Duisburgs Stürmerin Inka Grings machte ein Kräfteplus in der Verlängerung für den Sieg verantwortlich, Frankfurts Trainer Dr. Hans-Jürgen Tritschoks betonte, dass einzig und allein das Erreichen des Finales für ihn zähle.

Hier die Stimmen zu den Halbfinalpartien:

Inka Grings (Duisburg): „Die Kraft war wohl in der Verlängerung ausschlaggebend. Wir hätten nicht gedacht, dass wir über 120 Minuten gehen müssen. Aber wir waren uns dennoch sicher, dass wir es schaffen würden. Die Motivation, wieder einmal nach Berlin zu fahren, war sehr groß. Lira Bajramaj hat Schwung gebracht, das erwartet man von einer Einwechselspielerin. Wir haben es uns verdient, ein bisschen zu feiern.“

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Fatmire Lira Bajramaj (Duisburg): „Es ist unbeschreiblich, die Freude ist riesengroß. Endlich sind wir mal wieder im Finale dabei. Ich habe mich tierisch gefreut, dass ich das vorentscheidende Tor erzielt habe.“

Linda Bresonik (Essen-Schönebeck): „Der individuelle Fehler zum 1:2 hat uns das Genick gebrochen. Es sah in der Verlängerung so aus, wie wenn wir konditionell nicht mehr mithalten konnten. Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht.“

Tina Theune-Meyer (Ex-Bundestrainerin): „Die beiden Mannschaften waren gar nicht weit auseinander. Duisburg hatte vielleicht das etwas bessere Offensivspiel. Doch insbesondere das Mittelfeld war bei Essen nicht zu unterschätzen. Ich muss gestehen, dass ich vorher noch nie in Essen war. Aber so einen Pokalknaller lässt man sich natürlich nicht entgehen.“

Dr. Theo Zwanziger (DFB-Präsident): „Man hat gemerkt, dass beide Teams mit dem großen Ziel vor Augen ein bisschen Angst vor dem Erfolg hatten. Vor allem in der ersten Halbzeit war viel Nervosität drin, das wurde aber der zweiten Halbzeit besser.“

Otto Rehhagel (Nationaltrainer Griechenlands): „Das Spiel war manchmal etwas holprig, aber sehr engagiert geführt. Die Mädchen hatten es im Hinterkopf, dass es um den Einzug ins Finale ging. Ich schaue mir vor allem gerne Spiele der Nationalmannschaft an. Da wird gut kombiniert und taktisch klug gespielt. Die Damen haben viel gelernt, im Vergleich zu früher.“

Dr. Hans-Jürgen Tritschoks (Trainer FFC Frankfurt): „Unser Ziel, die neunte Finalteilnahme haben wir erreicht, alles andere ist Nebensache. Dass es gegen Saarbrücken ein anderes Spiel geben würde, als beim letzten Bundesliga-Hit gegen Duisburg, war uns klar. Mit 20 Minuten war ich sehr zufrieden, den Rest der Zeit wurde einfach runtergespielt.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.