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Gütersloh meldet sich zurück, Wolfsburg macht großen Schritt

Von am 7. April 2007 – 20.19 Uhr

Einige Bewegung war heute in den 12 Spielen der ersten und zweiten Liga. Insgesamt fielen 37 Tore, also etwas mehr als drei Tore pro Spiel. Und bei diesen war so ziemlich alles vertreten: Torjubel an alter Wirkungsstätte, zurückgewonnene Stärke in der 2. Liga oder Comeback nach Kreuzbandriss. Doch nicht nur Torschützinnen sind heute zu loben, auch eine Torhüterin stach heute positiv heraus.

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Katna Ihrens vom KSV Holstein Kiel nämlich, sie parierte in Herford gleich zwei Strafstöße und entledigte ihr Team damit gemeinsam mit der Zweifach-Torschützin Sandra Bannas (siehe alle Ergebnisse) endgültig jeglicher Abstiegssorgen. Sorgen, an die hingegen der SuS Timmel und der TSV Jahn Calden bereits seit vielen Wochen gewöhnt sind und die mit dem heutigen Tage eine neue Qualität bekommen haben. Mindestens drei Siege aus sieben Spielen (Calden) oder vier Siege aus sechs Spielen (Timmel) müssen sie holen, um zumindest noch den Relegationsplatz 10 zu erreichen. Ein schier unmögliches Unterfangen.

Gütersloh packt zu, TeBe nicht

Möglich ist im Aufstiegsrennen dafür noch alles. Gleich um 11 Uhr heute früh musste Tabellenführer Wattenscheid bei der Zweitvertretung von Turbine Potsdam antreten – und verlor mit 1:2. Für reichlich Spannung war also gesorgt. Wer würde diesen Patzer nutzen können? Gütersloh konnte ihn nutzen und gewann bei Schlusslicht Timmel souverän mit 4:0, was nun vier Punkte Rückstand bei einem Spiel weniger auf die SGW bedeutet. Anders TeBe Berlin. Die Hauptstädterinnen hätten bei einem Sieg und einem Spiel weniger bis auf einen Punkt an die Frauen aus der Lohrheide herankommen können und dann alles in der Hand gehabt. Doch die 2. Mannschaften der Bundesligisten waren heute einfach kein gutes Pflaster für Aufstiegsaspiranten. Im Wolfgang-Meyer-Stadion erzielte Kathrin Patzke in der 16. Minute das goldene Tor für den HSV.

In der Süd-Staffel feierte die einmalige Nationalspielerin Karolin Thomas nach ihrem Kreuzbandriss, den sie sich noch bei Turbine Potsdam zugezogen hatte, mit ihrem Treffer zum 3:0-Endstand gegen den Karlsruher SC (siehe alle Ergebnisse) ein erfolgreiches Debüt im Trikot des FFC Frankfurt. Durch ein 1:0 gegen den TuS Köln rrh konnte der SC Sand seinen Aufwärtstrend aus den letzten Partien fortsetzen. Wie schon vor zwei Woche trug sich erneut die beim SC Freiburg wegen Disziplinlosigkeit aussortierte Havva Kutal in die Torschützenliste ein.

Bad Neuenahr II und Karlsruher SC mit dem Rücken zur Wand

Die Erzgebirglerinnen aus Aue hielten durch ihr leicht überraschendes 2:0 bei schwächelnden Münchnerinnen (drei Niederlagen in fünf Rückrundenspielen) bei erst 14 absolvierten Spielen den Anschluss zum sicheren Tabellenplatz neun. Relegationsplatz 10 sind noch einige Teams bedrohlich nahe. Der Tabellensechste SC Regensburg beispielsweise hat bei zwei mehr absolvierten Spielen nur sieben Punkte Vorsprung auf die Sächsinnen. Recht groß ist dafür schon der Abstand zu den Rängen 11 und 12, die den sicheren Abstieg bedeuten. Ähnlich wie in Liga Nord stehen deren Inhaber Bad Neuenahr II und Karlsruher SC in den restlichen Spielen unter enormem Zugzwang, wollen sie noch die Wende schaffen.

Wolfsburg verlässt Abstiegszone, Pflichtsieg für Freiburg

Lediglich zwei Nachholspiele bzw. ein Wiederholungsspiel – Bad Neuenahr gegen Wolfsburg – standen heute in der 1. Liga an. Obwohl nicht beteiligt, muss sich der FFC Heike Rheine, derzeit Tabellenelfter und damit auf einem Abstiegsplatz, als Verlierer sehen. Denn zum einen gab sich der SC Freiburg, auch wenn das 1:0 durch Jugendnationalspielerin Juliane Maier, das den Torreigen der zweiten Hälfte einleitete, bis zur 45. Minute auf sich warten ließ (siehe Spielschema), gegen das noch punktlose Schlusslicht Brauweiler keine Blöße.

Und zum anderen wusste sich der VfL Wolfsburg die Personalprobleme bei Gastgeber Bad Neuenahr zunutze zu machen. Martina Müller traf beim 3:1-Erfolg (siehe Spielschema) an alter Wirkungsstätte gleich doppelt. Wichtige Zähler für die Wölfinnen, die damit auch den Hamburger SV hinter sich lassen konnten und aktuell auf Platz acht rangieren. Für Bad Neuenahr, das die Mannschaft mit Spielerinnen aus der zweiten Vertretung und aus dem B-Juniorinnenbereich auffüllen musste, ist bei der derzeitigen personellen Situation mehr als ein Mittelfeldplatz offensichtlich nicht drin.

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