Mädchenförderzentren: Sprungbrett für höhere Aufgaben?

Von am 5. April 2007 – 9.52 Uhr

Seit vergangenen Sonntag, 1. April, gibt es in Bayern acht Mädchenförderzentren (MFZ). Hier sollen talentierte Spielerinnen, die im Kampf um die limitierten Plätze in den DFB-Stützpunkten leer ausgegangen sind, eine neue Plattform und Anlaufstelle finden. Kann das Leistungsniveau durch diese Zentren langfristig verbessert werden?

In den MFZs von Vierkirchen, Grassau, Straubing, Friedberg, Leonberg, Kulmbach, Nürnberg und Eibelstadt erhalten die von Trainern des Bayerischen Fußballverbands (BFV) gesichteten Talente zwischen U-12 und U-16 einmal im Monat sonntags ein 90-minütiges Zusatztraining auf Grundlage vorgegebener Leitlinien und eines durchgängigen Trainingskonzepts. Für Quereinsteigerinnen werden Schnuppertrainings angeboten.

Franziska Döbrich-Trifellner, Vorsitzende des Frauen- und Mädchenausschusses im BFV, lobt die Rahmenbedingungen: „Es gibt gute Verkehrsanbindungen, mindestens zwei Rasenspielfelder plus eine ausreichende Anzahl von Kabinen, gutes Trainingsmaterial und Spielgerät, das der BFV zur Verfügung stellt, sowie bewirtete Vereinslokale, wo man sich wohlfühlt.“

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Aus jeweils zwei MFZs sollen zukünftig Regionalauswahlen zusammengestellt werden, die sich einmal im Jahr in einem Turnier gegeneinander messen und so die Bildung und Ergänzung bayerischer Auswahlteams erleichtern sollen. Darüber hinaus sollen Kontakte zu den Vereinen gepflegt und mit den DFB-Stützpunkten eng zusammen gearbeitet werden.

Der zuständige BFV-Verbandstrainer Robert Heringlehner meint: „Das Fußball-Land Bayern sollte neben der Frauen-Mannschaft des FC Bayern München noch ein weiteres Top-Team mit hervorragend ausgebildeten Spielerinnen dazu bekommen und ideal wäre, wenn es daneben in jedem Bezirk mittelfristig noch mindesten eine weitere Spitzenmannschaft gäbe.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.