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FIFA All Star Game ohne Birgit Prinz

Von am 4. April 2007 – 15.11 Uhr

Die dreifache FIFA-Weltfußballerin Birgit Prinz wird nicht am FIFA All Star Game im chinesischen Wuhan am 21. April teilnehmen. Ihr Verein 1. FFC Frankfurt erteilte der Topstürmerin keine Freigabe. Als Ersatz für Prinz soll nun eine deutsche Spielerin ran, die seit kurzem gar nicht mehr in Deutschland spielt.

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“Wir haben ein schweres Programm in der Liga Ende April und Anfang Mai mit Spielen in Essen, München und gegen Turbine Potsdam innerhalb von nur einer Woche. Birgit Prinz wird nicht an diesem Spiel in China teilnehmen”, so FFC-Trainer Hans-Jürgen Tritschoks gegenüber Womensoccer.de.

“Man muss einfach zuerst auf sich selbst schauen. Ich muss am Ende den Kopf hinhalten, falls wir unsere Ziele nicht erreichen sollten”, so seine Begründung. Birgit Prinz hat nach Aussagen des Trainer volles Verständnis für diese abgesprochene Maßnahme (vgl. Womensoccer.de-Bericht vom 27. März). Prinz hätte bei einer Teilnahme am All Star Game nicht am Meisterschaftsspiel der Frankfurterinnen gegen den SC Freiburg am 22. April teilnehmen können.

Nach dem Sieg Duisburgs gegen Rheine entschied sich die Vereinsführung endgültig gegen eine Freistellung. Sicherlich schade, doch aus Vereinssicht ein nachvollziehbarer Schritt bei nur vier Punkten Vorsprung auf den schärfsten Verfolger aus Duisburg.

Hingst als Prinz-Ersatz?

Tina Theune-Meyer, Trainerin der Weltauswahl, muss sich nun schnell nach einer anderen Spielerin aus dem Kader des Welt- und Europameisters umschauen. Ins Auge gefasst hat sie dabei eine, die gar nicht mehr in Deutschland spielt: Ariane Hingst.

Die Ex-Potsdamerin steht seit 1. April bei Djurgården in Stockholm unter Vertrag. Am 18. April wird sie das erste Heimspiel für ihren neuen schwedischen Verein gegen QBIK bestreiten, und müsste direkt am nächsten Tag in den Flieger steigen, um rechtzeitig vor dem Spiel zum All Star Game in China einzutreffen.

Bis zum nächsten Spiel am 25. April bei Sunnanå bleibt genügend Zeit, so dass sich „Ari“ diese Chance wohl kaum entgehen lassen wird, vorausgesetzt ihr Verein erteilt die Freigabe.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.