Stimmen zum Bundesligagipfel

Von am 25. März 2007 – 14.30 Uhr

Im Anschluss an die Spitzenbegegnung in der 1. Bundesliga, die der FFC Frankfurt mit 3:0 (1:0) für sich entschied, ging Markus Juchem für Womensoccer.de auf Stimmenfang:

Hans-Jürgen Tritschoks (Trainer 1. FFC Frankfurt): „Dieser Sieg war noch nicht die endgültige Entscheidung in der Meisterschaft. Aber wenn ich sehe, wie meine Mannschaft hier aufgetreten ist, blicke ich optimistisch in die Zukunft. Im Mittelfeld konnten wir uns ein Übergewicht erarbeiten und haben die Räume gut eng gemacht. Nach der Führung musste der Gegner kommen, was uns Spielräume eröffnet hat. Bis auf die Phase nach dem 2:0 haben wir das Spiel über 90 Minuten bestimmt.
Das war eine tolle Leistung meiner Spielerinnen. Nach dem 0:0 gegen Rheine hatten manche schon die Trainerfrage gestellt, mein Team hat heute darauf die richtige Antwort gegeben. Es hat alles gestimmt und man hat gesehen, dass meine Spielerinnen konzentriert gearbeitet haben. Das zeigt, dass jeder weiß, worum es geht. Ich würde mir wünschen, dass es solche Spiele häufiger gäbe.“

Thomas Obliers (Trainer FCR 2001 Duisburg): „Glückwunsch an den Gegner. Wir haben ein tolles Spiel gesehen, aber leider sind wir als Verlierer vom Platz gegangen. Es ist genau das eingetreten, wovor ich gewarnt hatte. Das Spiel wurde im Mittelfeld entschieden. Der kapitale Fehler vor dem 0:1 von Elena Hauer darf nicht passieren. Das 0:2 aus unserer Sicht fiel dann zu einem ungünstigen Zeitpunkt, danach war die Sache so gut wie erledigt. Wir hatten dann zwar noch einige Torchancen, haben aber einfach kein Tor gemacht. Die Meisterschaft ist jedoch noch nicht entschieden.
Simone Laudehr hat sehr gut gearbeitet, mit Fatmire Bajramaj war ich heute nicht zufrieden, weswegen ich sie auch ausgewechselt habe.“

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Petra Wimbersky (dreifache Torschützin vom FFC Frankfurt): „Mein Dank gilt der ganzen Mannschaft, wir haben heute sensationell gespielt. Wichtig war, dass wir die drei Punkte geholt haben. Die Vorentscheidung ist damit allerdings noch nicht gefallen.“

Annike Krahn (Abwehrspielerin vom FCR 2001 Duisburg): „Glückwunsch, Frankfurt hat verdient gewonnen. Man kann uns einen kleinen Vorwurf machen, dass wir uns nach dem 0:2 zu früh aufgegeben haben. Aber die Tore fielen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Das war natürlich ein wichtiges Spiel, der FFC ist jetzt klar im Vorteil. Aber wir haben alles gegeben und müssen jetzt unsere Hausaufgaben erledigen. Auf der ersten Halbzeit können wir aufbauen, denn die war ziemlich ausgeglichen. Der Unterschied zwischen den beiden Teams beträgt keine drei Tore.
Zu den Wechselgerüchten möchte ich jetzt gar nichts sagen, ich bin Spielerin vom FCR Duisburg.“

Siegfried Dietrich (Manager 1. FFC Frankfurt): “ Wir hatten eine tolle Kulisse und das Wetter hat auch mitgespielt. Alle wollten dieses Spitzenspiel sehen.“

Silvia Neid (Bundestrainerin): „In der ersten Halbzeit war das Spiel ausgeglichen, wenngleich Frankfurt etwas mehr Chancen hatte. Da hätte es zur Pause auch 1:1 oder 2:2 stehen können. Duisburg stand am Anfang sehr kompakt, das hat mir gut gefallen. Aber später haben sie nachgelassen. Nach dem 2:0 gab es kein großes Aufbäumen mehr.
Mit meinen Nationalspielerinnen war ich zwei Wochen vor dem Holland-Spiel ganz zufrieden. Nach dem Algarve Cup waren alle deprimiert, aber es hat sich auch das Bewusstsein eingestellt, dass mehr gemacht werden muss. Ich habe heute auch schon eine Steigerung gesehen. Renate Lingor war sehr bemüht, auch wenn sie einige Fehlpässe gespielt hat.“

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