Ungewöhnliche FIFA-Maßnahme zur Förderung des Frauenfußballs

Von am 23. März 2007 – 17.37 Uhr

In den vergangenen zwei Tagen tagte in Zürich zum ersten Mal in diesem Jahr das FIFA-Exekutivkomitee. Dabei standen am 22. und 23. März verschiedene Tagesordnungspunkte auf dem Programm, deren Ergebnisse heute in gleich vier Pressemitteilungen der Öffentlichkeit verkündet wurden. Dabei enthielt die letzte der vier Aussendungen etwas besonders Interessantes.

Denn wie die FIFA in einem kleinen Absatz mitteilte, wurde die U-20-Weltmeisterschaft der Frauen 2008 in Chile neu terminiert. Auf den ersten Blick vielleicht keine besondere Maßnahme, auf den zweiten aber schon.

Statt wie ursprünglich geplant im europäischen Sommer, wird das Turnier nun vom 30. Dezember 2008 bis 17. Januar 2009 ausgetragen. Dann, wenn die meisten europäischen Topligen der Herren normalerweise pausieren, mit Ausnahme der englischen Premier League.

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Heißt: Das Frauenfußball-Turnier in Südamerika dürfte in der ansonsten fußballfreien Zeit einen höheren Aufmerksamkeitswert genießen als im August und September, wenn die Schlagzeilen von den Ligen dominiert werden, die in ihre neue Saison starten, und zudem viele Leute ihren Jahresurlaub verbringen.

Explizit betont die FIFA den „Ausnahmecharakter“ dieser Maßnahme und erklärt, man wolle dem Frauenfußball damit „bestmögliche Werbung“ garantieren. Ob der Termin der beste aller möglichen Termine ist, sei dahingestellt. Besser als der ursprünglich festgelegte Zeitraum vom 28. August bis 14. September 2008 ist er allemal.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.