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Wie unparteiisch sind Schiedsrichter wirklich?

geschrieben von – 21. März 2007, 7:30 Uhr | 39.172 Leser4 Kommentare

Apropos Holland – bleiben wir gleich in unserem Nachbarland und befassen uns mit einer Szene, die seit vergangenem Sonntag die Gemüter erregt, wie die zahlreichen Reaktionen belegen, auch wenn sie auf den ersten Blick nichts mit Frauenfußball zu tun hat.

Folgendes war passiert, wie das Online-Magazin Fok.nl enthüllte: Nachdem Ajax-Spieler Kenneth Perez in der niederländischen Ehrendivision beim 5:1-Auswärtserfolg der Amsterdamer kurz vor Spielende das fünfte Tor der Gäste erzielt hatte, passierte Unglaubliches. 

Schiedsrichter Eric Braamhaar ballte die linke Hand zur Faust, um seiner Freude Ausdruck zu verleihen. 

Wir wollen hier sicher niemanden an den Pranger stellen, doch ist dies die Reaktion, die man von einem Unparteiischen erwarten sollte?

Braamhaar rechtfertigte sich später mit den Worten: „Ich hatte vor dem Ajax-Angriff ein Foul von PSV gesehen, ließ aber weiterspielen. Dann ist es schön, wenn man sieht, dass so eine Entscheidung gut für das beim Foul benachteiligte Team herauskommt. Das war für mich mal richtiger Fußball”, wird Bramhaar etwas krumm zitiert.

Interessanter Erklärungsansatz. Wenngleich nicht gerade neu und originell. So wurde Schiedsrichter Mike Reed im Februar 2000 verwarnt, weil er sich zu offensichtlich über Patrik Bergers Tor beim 3:1-Sieg Liverpools gegen Leeds United freute.

Auch er hatte sich damals gerechtfertigt, er habe sich nur über die Richtigkeit seiner Vorteilsentscheidung gefreut. Trotzdem wurde er vom Verband damals ermahnt, seine Emotionen besser unter Kontrolle zu halten. Mehr aber nicht.

Es mag sich um bedauerliche Einzelfälle behandeln. Exakt analysiert und im Zweifelsfall hart geahndet sollten sie dennoch werden.

Sind Euch derartige Vorfälle auch aus dem Frauenfußball bekannt?

Schlagwörter:
Markus Juchem

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4 Kommentare »

  • Denker sagt:

    Na, direkt gesehen habe ich sowas beim Frauenfußball noch nicht. Aber wie manche Schiedsrichterinnen manchmal pfeifen, wenn beispielsweise David gegen Goliath spielt, ist auffälliger als ein offensichtliches Jubeln.

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  • Christian sagt:

    @Denker
    Zitat: “Aber wie manche Schiedsrichterinnen manchmal pfeifen, wenn beispielsweise David gegen Goliath spielt, ist auffälliger als ein offensichtliches Jubeln.”
    Kannst du bitte einige konkrete Spiele benennen, wo du das so empfunden hast? Und wer wurde da deines Erachtens bevorteilt?

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  • Denker sagt:

    An konkrete Spiele kann ich mich nicht mehr erinnern. Es ist mehr so ein Eindruck, der über Jahre hinweg entsteht und sich dann verfestigt. Der FFC Frankfurt beispielsweise wird sicherlich nicht benachteiligt, wenn Frau Steinhauser pfeift.

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  • Christian sagt:

    Also dafür, dass du dich “Denker” nennst war dein erster, völlig verallgemeinernder Kommentar sehr unbedacht, wurden doch damit sämtliche Schiedsrichterinnen, ob sie nun in der Kreisklasse München oder bei Weltturnieren pfeifen, pauschal in Verruf gebracht.

    Nun bist du also konkreter geworden. Wenn „Frau Steinhauser“ den FFC Frankfurt „nicht benachteiligt“ hat, so hätte sie recht getan, denn das ist ja auch nicht die Aufgabe einer Unparteiischen. Was du aber mit dieser blumigen Formulierung wohl ausdrücken willst ist, dass diese Schiedsrichterin wie auch weitere Kolleginnen (im ersten Kommentar heißt es ja „manche“ Schiedsrichterin), nicht neutral ihres Amtes walten würden, sondern den „Goliath“ FFC Frankfurt mit ihren Entscheidungen bevorzugen würden.

    Das ist ein schwerer Vorwurf! An der fachlichen Qualität unserer Bundesligaschiedsrichterinnen – und mindestens im gleichen Maße der Assistentinnen (Abseits!) – wird häufig und vielleicht nicht ganz zu Unrecht Kritik geübt. Weder aus eigener Anschauung noch aus der Lektüre von Presseartikeln oder Fanberichten kann ich allerdings auch nur ansatzweise Parteilichkeit von Schiedsrichterinnen bestätigen. Soweit Kritik über einzelne Fehl-Entscheidungen hinausgeht, wird oftmals sogar festgestellt, unter der in den Augen der Betrachter schlechten Leistung des Schiedsrichtergespanns hätte beide beteiligten Mannschaften zu leiden gehabt.

    Zu der Leistung einer „Frau Steinhauser“ kann ich nichts sagen, da sie mir nicht bekannt ist. Vielleicht ist Bibiana Steinhaus gemeint? Auch an ihrer Unparteilichkeit hege ich nicht den geringsten Zweifel!

    Aber vielleicht steckt hinter den Kommentaren doch eher eine bestimmte Absicht, statt Fahrlässigkeit? Zufälligerweise soll doch ausgerechnet diese Frau Steinhaus(er) am Sonntag das Spitzenspiel zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem FCR Duisburg 2000 leiten! Da soll einem nun suggeriert werden, bei diesem Spiel könnte es nicht mit rechten Dingen zugehen?

    Man könnte dies nun mit dem Wort lächerlich abtun. Wieder eine Stichelei wie es ja so manche zwischen den Fanlagern der FF-Vereine geben mag? Sorry, für mich ist da leider mehr. Denn wie schon gesagt, mit solchen Äußerungen wird die Schiedsrichtergilde in Mißkredit gebracht und zwar im bedeutendsten Punkt, dem Vertrauen in ihre Unparteilichkeit. Als ob der Fall Hoyzer nicht schon genug Schaden angerichtet hat!

    Zudem wird der sportliche Charakter des Frauenfußballs generell infrage gestellt. Nun soll also nicht mehr die sportliche Leistung für den Erfolg eines Teams verantwortlich sein sondern parteiische Schiedsrichterinnen (hinter denen der in Frankfurt(!) ansässige DFB steht)?

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