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Inka Grings: „Ich warne davor, nachlässig zu werden“

Von am 20. März 2007 – 2.17 Uhr

Inka Grings will beim Bundesliga-Spitzenspiel in Frankfurt ihr Team an die Spitze schießen.„Sixpack“ gegen Brauweiler Pulheim, Motivation bis in die Haarspitzen vor dem Bundesligagipfel beim 1. FFC Frankfurt und leise Töne in Richtung Nationalmannschaft.

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Im Blitz-Interview mit Womensoccer.de lässt die Duisburger Stürmerin keines der heißen Themen aus und versprüht eine Menge Optimismus.

Womensoccer.de: Frau Grings, Duisburg hat gegen Brauweiler Pulheim 12:0 gewonnen und Sie haben gleich sechsmal ins Schwarze getroffen. War dies das richtige Aufwärmprogramm für das Spitzenspiel in Frankfurt?

Inka Grings: Ich hoffe, dass es das war. Man muss jetzt sehen, wie die Mannschaft mit diesem Sieg umgeht. Ich warne aber davor, nachlässig zu werden. Die Arbeit des Trainers ist nun gefragt. Hoffnung und Motivation sind nach diesem Sieg aber groß. Natürlich ist Frankfurt mit seinen vielen starken Spielerinnen favorisiert, aber wir sind körperlich gut drauf und fahren mit einem gesunden Optimismus dort hin.

Womensoccer.de: Wie beurteilen Sie Ihre eigene Leistung im Spiel am vergangenen Sonntag?

Grings: Man muss sicherlich erst einmal sechs Tore schießen, aber man darf das auch nicht überbewerten, dafür war der Gegner einfach zu schwach. Sehr positiv war, dass wir die gesamte Spielzeit über 90 Minuten versucht haben, Druck zu machen und Treffer zu erzielen.

Womensoccer.de: Wird die Begegnung in Frankfurt schon eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft bedeuten?

Grings: Es wird auf jeden Fall ein Riesenschritt für die siegreiche Elf sein. Die Rückrunde steckt allerdings noch in der Anfangsphase und beide Teams sind im Saisonverlauf bereits gestolpert, deswegen muss man mit Prognosen vorsichtig sein.

Womensoccer.de: Vergangene Woche wurde die Nationalmannschaft beim Algarve Cup nur Achter. Haben Sie einige Spiele im Fernsehen verfolgen können?

Grings: Ich habe von einigen Spielen ein paar Minuten gesehen, da die Übertragungen teilweise mit unserem Training im Verein kollidierten.

Womensoccer.de: Wie beurteilen Sie gerade nach dem schwachen Turnier der DFB-Elf Ihre WM-Chancen?

Grings: Ich bin vorsichtig. Wenn meine Leistungen in nächster Zeit stimmen werden und ich mit Toren überzeugen kann, dann wäre die Weltmeisterschaft sicherlich noch einmal ein Traum für mich. Denn es wäre ja meine erste und einzige WM. Ich denke, ich bin auf einem guten Weg. Ich fühle mich ausgezeichnet und sowohl ich, wie auch die gesamte Duisburger Mannschaft, haben in der Vorbereitung gut gearbeitet.

Womensoccer.de: Wo würden Sie Ihre Leistung derzeit auf einer Skala einstufen?

Grings: Ich möchte das nicht in Prozent ausdrücken, wo ich momentan in meinem Leistungsvermögen stehe. Sonntag wird auf jeden Fall ein guter Maßstab sein.

Womensoccer.de: Gab es denn schon irgendwelche Signale von Bundestrainerin Silvia Neid?

Grings: Nein, da kamen noch keine.

Womensoccer.de: Vor einigen Monaten hat es ja um Sie und den Verein mächtig Wirbel gegeben. Am Anfang stand Ihre Entlassung und dann kam die Kehrtwende. Ist die Geschichte komplett vom Tisch oder ist etwas hängen geblieben?

Grings: Das ist Vergangenheit und absolut kein Thema mehr. Alle sind letztendlich zufrieden, so wie es jetzt ist. Ich möchte gar nicht mehr darüber reden.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.