WM-Auslosung: Deutschland droht Hammergruppe!

Von am 18. März 2007 – 0.28 Uhr

Nach dem schwachen achten Platz der deutschen Mannschaft beim Algarve Cup hoffen die deutschen Fans, dass die WM-Auslosung im chinesischen Wuhan am 22. April der DFB-Elf kein allzu schweres Los beschert.

Womensoccer.de macht sich Gedanken über den möglichen Auslosungsmodus und hat entdeckt: Wenn es dumm läuft, kann Deutschland eine extrem schwere Gruppe erwischen.

Die Ausgangsposition ist folgende: Laut einer FIFA-Pressemitteilung vom 2. Februar 2007 sind Weltmeister Deutschland als Gruppenkopf A1 und Gastgeber China als D1 gesetzt. Die beiden weiteren gesetzten Teams werden auf Basis der aktuellen FIFA-Weltrangliste vom 16. März ermittelt, sprich USA und Norwegen.

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Diese vier Teams bildeten zufälligerweise schon bei der Auslosung für die WM 2003 Pott Nummer Eins. Und Japan sicherte sich am gestrigen Samstag wie schon vor vier Jahren  in zwei Play-off-Spielen gegen Mexiko die WM-Teilnahme. Somit ist auch die Anzahl der Teams pro Konföderation identisch mit der von 2003.

So ist es wohl auch nicht unwahrscheinlich, das auch das Auslosungsprozedere in Wuhan dem von vor vier Jahren entsprechen könnte. Die Verteilung der Lostöpfe könnte also auf Grundlage von 2003 wie folgt aussehen:

Topf 1: Deutschland, China, USA, Norwegen
Topf 2: Nigeria, Ghana, Argentinien, Brasilien
Topf 3: Schweden, Dänemark, England
Topf 4: Kanada, Australien, Nordkorea, Japan, OFC-Teilnehmer (z. B. Neuseeland)

Die 16 Mannschaften werden in 4 Gruppen zu je 4 Mannschaften aufgeteilt. Gemäß den Grundsätzen der FIFA sollen Mannschaften aus den gleichen Konföderationen nicht zusammen in einer Gruppe spielen, soweit sich dies vermeiden lässt.

Die einzige Ausnahme von dieser Regel besteht darin, dass in einer Gruppe zwei Mannschaften der UEFA spielen müssen, da insgesamt fünf europäische Mannschaften an der Endrunde teilnehmen.

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Sollte die FIFA den Auslosungsmodus also wirklich gegenüber 2003 nicht ändern, könnte Deutschland bei der Auslosung eine Hammergruppe mit folgenden Gegnern erwischen: Brasilien, Schweden sowie Kanada oder Nordkorea. Besser würden den deutschen Frauenfußballerinnen wohl Gegner wie Ghana, Dänemark und Neuseeland gefallen. 

Die oben genannten Vorgaben vorausgesetzt könnt Ihr einmal ein bisschen rumspielen und mögliche Konstellationen austesten. Einfach den Browser aktualisieren, dann spuckt dieses Fundstück aus den Weiten des Internet alle möglichen Kombinationen aus.

Also drückt schon mal fest die Daumen, dass es nicht allzu dick kommt für Deutschland…

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.