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Behringer, Holl und die “Kopfballlusche” sind Gewinner des Dänemark-Spiels

Von am 13. März 2007 – 13.33 Uhr

Das 3:0 gegen Dänemark gestern bedeutete den ersten Sieg der deutschen Nationalmannschaft im Jahr 2007 (siehe gestriger Bericht). Torfrau Uschi Holl, Mittelfeldakteurin Melanie Behringer und Stürmerin Anja Mittag dürften die Partie in besonders guter Erinnerung behalten, haben sie bei Bundestrainerin Silvia Neid doch einige Pluspunkte in Sachen WM-Nominierung sammeln können.

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Melanie BehringerDie Freiburgerin Behringer sorgte auf der linken Seite für wesentlich mehr Wirbel und zeigte mehr Durchschlagskraft als zuvor Petra Wimbersky gegen Frankreich. Zudem ließ sie mehrmals, nicht nur bei ihrem Treffer zum 3:0, ihre Schusskraft und Torgefährlichkeit aufblitzen. Eine Fähigkeit, die derzeit nicht allzu viele Spielerinnen im Nationaltrikot mit ihr teilen. „Meine Leistung in China war nicht so gut, es war auf jeden Fall eine Steigerung. Ich bleibe jetzt dran und werde immer alles geben und auch weiter an mir arbeiten. Schwächen gibt es immer noch, etwa die Ballannahme oder Ballmitnahme. Das Zusammenspiel mit Anja und Birgit hat gut geklappt heute“, meinte die 21-Jährige nach Abpfiff.

Anja Mittag„Mel und Anja hatten sehr viel Ruhe am Ball und waren torgefährlich. Für beide junge Spielerinnen war das psychologisch sehr wichtig, vor allem für Anja, die schon lange in der Nationalmannschaft keine guten Spiele mehr gemacht hat“, sparte auch Bundestrainerin Neid nicht mit Lob für die Torschützinnen des gestrigen Tages. Und in der Tat, im harten Kampf um die WM-Tickets für die deutschen Stürmerinnen wusste Mittag nach einer schwachen Leistung gegen Norwegen diesmal zu überzeugen. Weder Sandra Smisek, die gegen Norwegen und Frankreich an Birgit Prinz‘ Seite im Sturm auflief, die regelmäßig eingewechselte Martina Müller noch Smiseks Vereinskameradin Petra Wimbersky wussten in ähnlicher Weise zu überzeugen. Mittag: „Beim ersten Tor wollte ich eigentlich nur verlängern. Dass er dann rein geht, war Glück. Und auch beim zweiten, dafür dass ich eine totale Kopfballlusche bin. Heute hat es einfach gepasst. Dass ich zwei Tore geschossen habe, macht mich stolz.“

Als Ersatztorfrau hinter den arrivierten Silke Rottenberg und Nadine Angerer empfahl sich die Frankfurterin Uschi Holl in ihren beiden ersten Länderspielen am Freitag gegen Frankreich und gestern gegen Dänemark mit Nachdruck. In der ersten Spielhälfte rettete sie die Neid-Elf mit einem prächtigen Reflex vor dem Ausgleich. „Die Parade von Uschi war klasse. Sie steht lange und geht nicht runter, das hätte das 1:1 sein können, obwohl ich denke, das war klar Abseits. Das ist gut für sie, denn sie wollte sich ja hier auch zeigen.“

Das abschließende Platzierungsspiel gegen Italien am morgigen Mittwoch um 11.30 Uhr bietet nun die letzte Gelegenheit, vor dem Resümee, das die Bundestrainerinnen Neid und Ulrike Ballweg im Anschluss an die Portugal-Reise ziehen werden, eine Duftmarke zu hinterlassen.

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