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USA und Dänemark bestreiten Finale

Von am 12. März 2007 – 12.50 Uhr

Durch ein verdientes, am Ende aber hart erkämpftes 3:2 gegen aufopferungsvoll kämpfende Schwedinnen haben sich die USA erneut die Finalteilnahme beim Algarve Cup gesichert und treffen am Mittwoch um 17.30 Uhr (live bei Eurosport) auf Dänemark, das zwar gestern gegen Deutschland 0:3 verlor, sich aber schon vor diesem Spieltag uneinholbar auf Platz eins festgesetzt hatte. Ein Fiasko erlebte WM-Gastgeber China, das als einziges Team im Turnierverlauf noch keinen einzigen Punkt erringen konnte und sich gestern auch Finnland mit 0:2 geschlagen geben musste.

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Ein bisschen erschien es wie das vorgeggenommene Finale, was die USA und Schweden gestern Abend im Estádio Municipal VRS António boten. Schneller, athletischer Fußball mit der reiferen Spielanlage bei den Amerikanerinnen. Folgerichtig und verdient gingen die USA durch Treffer von Abby Wambach (39.) und Carli Lloyd (44.) mit einem 2:0 in die Pause. „Wenn wir diesen Angriffsfußball spielen, sind wir kaum zu schlagen“, lobte US-Coach Greg Ryan seine Elf im Anschluss gegenüber ussoccer.com. Doch ihre gute körperliche Verfassung und eine überragende Torfrau Caroline Jönsson hielten die Skandinavierinnen im Spiel und sorgten für eine hochspannende Schlussphase, in der Shannon Boxx (siehe Womensoccer-Beitrag aus dem Februar) nach achtmonatiger Zwangspause wegen eines Kreuzbandrisses ein überzeugendes Comeback feiern konnte. Josefine Öqvist brachte ihre Mannschaft in der 71. Minute auf 1:2 heran, doch die Freude währte nicht lange, weil Abby Wambach nach einer maßgenauen Flanke von Boxx nur eine Minute darauf wieder den alten Vorsprung herstellte. Ein umstrittener Elfmeter in der 83. Minute, den Victoria Svensson zum 2:3 verwandeln konnte, bildete den Schlusspunkt.

Im Spiel um Platz drei treffen die Frauen von Thomas Dennerby morgen um 14 Uhr (live bei Eurosport) auf Frankreich. Die „Equipe Tricolore“ bezwang etwas überraschend Norwegen durch einen Treffer von Camille Abily in der 67. Minute. Wie sehr diese Siege nach der verpassten WM-Qualifikation Balsam auf die französische Frauenfußball-Seele sind, verdeutlicht der Blick auf die Verbandshomepage. Dort wird man nicht müde hervorzuheben, dass unter dem neuen Trainer Bruno Bini von vier Spielen gegen WM-Teilnehmer drei gewonnen werden konnten (gegen China, Deutschland und Norwegen bei einer Niederlage gegen Dänemark). Mit Blick auf die anstehende EM-Qualifikation im April gegen Griechenland wird Bini zitiert: „Wir werden diese Siege nicht überschwänglich feiern, aber es ist klar, dass der Erfolg es uns leichter macht, unsere Vorbereitung in Ruhe durchzuziehen.“

Im Spiel um Platz fünf treffen Finnland und Norwegen aufeinander. Norwegen hat zwar ein schlechteres Torverhältnis als die Deutschen aufzuweisen, den direkten Vergleich aber siegreich gestalten können. Parallel zur Partie um den Gruppensieg zwischen den USA und Schweden hatten die „Suomi“ WM-Gastgeber China in eine handfeste Krise gestürzt. Anna-Kaisa Rantanen per Strafstoß und Sanna Talonen schossen die Truppe von EM-Erfolgstrainer Michael Käld damit ins Spiel um Platz fünf gegen die Mannschaft von Bjarne Berntsen. Chinas Interimstrainer Wang Haiming hingegen hat sechs Monate vor der WM noch reichlich Arbeit vor sich. Gegen Island im morgigen Spiel um Platz neun ist ein Sieg Pflicht.
Deutschland wird es am Mittwoch bereits um 11.30 Uhr im Spiel um Platz sieben mit Italien, dem Ersten der Gruppe C, zu tun bekommen. Die Italienerinnen gewannen die Gruppe der schwächeren Teams souverän und ohne Punktverlust. Im Spiel um Platz 11 stehen sich schließlich Portugal und Irland gegenüber.
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