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Klares 3:0 gegen dänische B-Elf

Von am 12. März 2007 – 21.45 Uhr

bw_behringer.jpgEs geht also doch noch. Im abschließenden Gruppenspiel gegen den bereits vorher feststehenden Gruppensieger aus Dänemark hat die deutsche Nationalmannschaft durch zwei Tore von Anja Mittag (16. und 44.) und Melanie Behringer (48.) den ersten Sieg des Jahres 2007 eingefahren. Gegen die Däninnen, die trotz ihrer guten Chancen, wichtige Punkte für die Weltrangliste zu ergattern, zunächst auf Stammspielerinnen wie Merete Pedersen, Cathrine Paaske Sörensen (feierte in der zweiten Halbzeit ihr 75. Länderspiel), Johanna Rasmussen und Abwehrchefin Katrine S. Pedersen verzichteten, waren es vor allem die beiden Torschützinnen, die sich mit Blick auf die WM-Tickets als Gewinnerinnen des Tages fühlen dürfen.

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Ähnlich wie gegen Frankreich agierte der Weltmeister feldüberlegen und bestimmte die Partie. Anders aber war, dass die Spitzen im Spielaufbau deutlich besser harmonierten und sich der Ersatz der beiden Frankfurterinnen Petra Wimbersky (links) und Sandra Smisek (Sturm) durch Flügelspielerin Melanie Behringer (SC Freiburg) und Anja Mittag (Turbine Potsdam) als goldrichtiger Wechsel erwies. „Es ist schon komisch, dass die Spielerinnen besser miteinander harmonieren, die nicht im Verein zusammen spielen“, rätselte Bundestrainerin Silvia Neid im Anschluss an das Spiel.

Sichtlich erleichtert ob des frühen Torerfolgs löste sich bei den deutschen Spielerinnen zusehends die Verkrampfung und erarbeitete sich die Neid-Elf auch ein klares spielerisches Übergewicht, das Anja Mittag und die überragende Melanie Behringer in ein 3:0 umzumünzen wussten. Warum diesmal am Ende ein positives Ergebnis stand, wusste die Bundestrainerin sich und den anwesenden Pressevertretern nicht zu erklären. „Am Ende werden wir wie Dänemark zwei Spiele gewonnen und zwei Spiele verloren haben. Dänemark wird damit Zweiter, wir Siebter“, meinte die 42-Jährige stattdessen süffisant.

Ein Manko blieb allerdings auch heute erkennbar. In Laufduellen und im Annehmen der Zweikämpfe machten die Skandinavierinnen den deutlich spritzigeren und fitteren Eindruck. Wie überhaupt die gute Fitness ein großer Pluspunkt ist, der bei den skandinavischen Teams ins Auge fällt. Und das, obwohl die Ligen in Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark erst ab Ende März wieder beginnen und die Spielerinnen mitten in der Saisonvorbereitung stecken, während die deutschen Spielerinnen voll im Saft stehen müssten. Beobachtungen, die die Trainerin nicht bestreiten kann und will. Auf die Frage, ob die skandinavischen Spielerinnen fitter seien als die ihren, antwortete sie schließlich ausweichend: „Da müssen Sie den Gegner fragen!“

Deutschland trifft im Platzierungsspiel um Platz 7 oder 9 am Mittwoch entweder auf Island oder Italien. Dies ist noch abhängig von den derzeit laufenden Partien in Gruppe B. Gegen wen die Däninnen die Gelegenheit bekommen werden, Neids Aussage, sie würden das Finale verlieren, zu widerlegen, entscheidet sich aktuell zwischen den punktgleichen USA und Schweden im direkten Duell. Bei einem Unentschieden hieße der Gegner Schweden.

Auf dem Foto: Melanie Behringer

Bildrechte: Beate Wolter

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