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Dünne Luft im Tabellenkeller

Von am 12. März 2007 – 13.31 Uhr

Fast unbeachtet wegen des parallel laufenden Algarve Cups ging gestern ein Teil des 14. Spieltags der zweiten Ligen über die Bühne. Nichts Weltbewegendes tat sich dabei in den oberen Regionen der Tabelle, weil das Spiel des Süd-Spitzenreiters Saarbrücken in Aue auf den 17. Mai (11 Uhr) verlegt wurde und auch die Aufstiegsaspiranten aus dem Norden diesen Spieltag erst in Nachholspielen im Mai bestreiten werden. Im Tabellenkeller jedoch wird die Luft immer dünner.

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Zwar geland in der Südstaffel dem Karlsruher SC der erste Saisonsieg überhaupt (1:0 gegen den SC Sand, siehe Ergebnisse), doch beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz 10 immer noch sieben Punkte. Die Sächsinnen vom FC Erzgebirge Aue, die diesen Platz derzeit belegen, haben zudem noch zwei Nachholspiele zu bestreiten. Höchst ärgerlich verlief der Spieltag für den Vorletzten vom SC 07 Bad Neuenahr II. Die Kurstädterinnen hatten zur Pause 2:1 gegen den FF USV Jena geführt, verpassten am Ende aber doch noch den doppelten Erfolg. Denn ein Sieg gegen den Tabellenzweiten wäre eine kleine Sensation gewesen und hätte vor allem wichtige Punkte im Abstiegskampf eingebracht. Kein Wunder, dass im Spielbericht des SC 07 vom „verdienten Lohn“ die Rede ist, um den man sich mit den späten Gegentoren in der 71. und 78. Minute noch gebracht hat.

Noch dramatischer ist die Lage im Norden. Die Sorgenkinder vom SuS Timmel und TSV Jahn Calden mussten gestern erneut Niederlagen einstecken (siehe Ergebnisse) und haben nun schon neun (Timmel) bzw. sechs Punkte (Calden) Rückstand auf den Relegationsplatz, den derzeit Victoria Gersten mit 11 Punkten inne hat. Auf den sicheren neunten Platz sind es gar noch weitere vier Punkte mehr. Hochzufrieden mit der derzeitigen Tabellenplatzierung kann hingegen der 1. FC Lokomotive Leipzig sein. Durch das hart erkämpfte 2:1 gegen Timmel festigten die Messestädterinnen einen beachtlichen Platz vier und haben im Rennen um den besten Aufsteiger gegenüber dem Herforder SV Borussia Friedenstal die deutlich besseren Karten. Wenn die Herforderinnen ihre momentan sichere Position im Tabellenmittelfeld behaupten, wird sie das allerdings wenig schmerzen. Die Aufsteiger, so viel steht schon jetzt fest, waren und sind eine Bereicherung für diese Liga.

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