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Merls Trainer auf Cäsars Spuren

Von am 8. März 2007 – 14.20 Uhr

„Alea iacta est“ – die Würfel sind gefallen – soll der römische Feldherr Julius Cäsar gesagt haben, als er im römischen Bürgerkrieg den Grenzfluss Rubikon überschritten hatte und dann Italien eroberte.

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Martin Keil, Trainer des Frauenfußball-Regionalligisten RW Merl, steht der Einsatz der Würfel noch bevor. Denn sein Team steht vor dem Spiel gegen den übermächtigen Gegner SG Essen-Schönebeck II ohne Torhüterin da. Nummer Eins Heike Lippertz ist aus beruflichen Gründen in Schweden, Vertreterin Nicole Grein plagt eine schwere Schulterverletzung. Die Torhüterin der zweiten Mannschaft, Celeste Theus ist ebenfalls verletzt, die Keeperin der dritten Mannschaft, Janina Durstewitz, auch nicht verfügbar.

„Ich sollte vielleicht zum Training Würfel mitbringen, damit wir jemanden finden, der zwischen die Pfosten gehen muss“, so Keil sarkastisch gegenüber dem Bonner General-Anzeiger. Dabei fallen bereits vier Feldspielerinnen aus, doch nun wird definitiv eine fünfte das Tor hüten müssen. Unter diesen Umständen wird’s wohl nichts mit der Eroberung der drei Punkte.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.