Große Sorgen um Hanna Ljungberg

Von am 22. Februar 2007 – 16.32 Uhr

Schwedens Topstürmerin Hanna Ljungberg kann einem inzwischen wirklich Leid tun. Beim Algarve Cup 2006 wurde sie in einem Zweikampf von der französischen Torhüterin Sarah Bouhaddi derart rüde zu Boden gestreckt, dass sie mehrere Monate pausieren musste. Kaum wieder genesen plagt „Ljungan“ nun schon seit dem vergangenen Sommer eine hartnäckige Oberschenkelverletzung. Ist am Ende vielleicht sogar die WM-Teilnahme in Gefahr?

„Das Wichtigste ist, dass ich wieder ganz fit werde“, so das Aushängeschild des schwedischen Frauenfußballs. Bereits beim Trainingslager auf Zypern musste Ljungberg passen, auch beim Algarve Cup wird sie dem schwedischen Team fehlen.

Eine entzündete Sehne im hinteren rechten Oberschenkel plagt die Stürmerin von Umeå IK nun schon seit einem halben Jahr. „Damals wussten wir noch nicht genau, was das Problem ist. Jetzt wissen wir es und es handelt sich um eine Verletzung, die sich nur sehr langsam auskurieren lässt“, so Ljungberg.

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Anfang April hofft sie, wieder ins Training einsteigen zu können. Frühestens im EM-Qualifikationsspiel gegen Italien im Mai wird sie wieder zum Einsatz kommen. Nicht gerade das, was man eine optimale WM-Vorbereitung nennt.

Seit sich die 28-Jährige Anfang 2004 einen Kreuzbandriss zuzog, der fast ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen gekostet hätte, jagt eine Verletzung die andere. „Letztes Jahr hatte ich eigentlich die ganze Zeit Probleme“, so Ljungberg.

Schwedens Trainer Thomas Dennerby demonstriert öffentlich Gelassenheit: „Wir haben gleichzeitig die Chance, andere Spielerinnen zu beobachten.“ Doch er weiß, dass die WM-Chancen Schwedens ohne Ljungberg deutlich schlechter wären. „Sie kam nur bei fünf WM-Qualifikationsspielen zum Einsatz, hat aber zehn Tore geschossen. Das sagt alles.“

„Ich leide mit ihr selbst am meisten nach all den Verletzungsproblemen. Ich gönne ihr, dass sie wieder ganz fit wird“, so Dennerby. Noch verbleibt genügend Zeit bis zur WM und man kann nur hoffen, dass Hanna Ljungberg dann auch hundertprozentig fit sein wird.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.