Schwedens neue Spielführerin – eine wirklich gute Wahl?

Von am 18. Februar 2007 – 21.33 Uhr

Im Dezember erklärte die Schwedin Malin Moström ihre Karriere als Fußballerin für beendet. Ein schmerzhafter Verlust für Umeå und die Nationalelf gleichermaßen. Seitdem wurde kräftig spekuliert, wer im Team des Frauenfußball-Vizeweltmeisters zukünftig die Kapitänsbinde tragen würde. Viele tippten auf Hanna Ljungberg. Vor einigen Tagen hat Trainer Thomas Dennerby die Katze aus dem Sack gelassen – und für eine Überraschung gesorgt.

vickan_150.jpgSeine Wahl fiel auf Victoria Svensson, die Spielerin mit der größten Anzahl an Länderspielen im schwedischen Kader. In den Testspielen gegen Japan und Schottland auf Zypern kam sie erstmals als Spielführerin zum Einsatz. Auf den ersten Blick eine nachvollziehbare Entscheidung, gehört Svensson doch zu den erfolgreichsten und mit 129 Länderspielen auch profiliertesten Spielerinnen in der Mannschaft.

Doch „Vickan“ neigt in Extremsituationen dazu, etwas hitzig zu reagieren. Genauso wie auch Hanna Ljungberg. Ist sie also wirklich die beste Wahl? Es gibt andere Spielerinnen, die im Team hohes Ansehen und großen Respekt genießen, mit kaum geringerer Erfahrung und einem deutlich kühleren Kopf in brenzligen Spielphasen. Wie etwa Hanna Marklund. Auch einer Karolina Westberg hätte ich gegenüber Victoria Svensson den Vorzug gegeben.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.