Ohne Pohlers an die Algarve

Von am 14. Februar 2007 – 20.21 Uhr 2 Kommentare

Es ist noch ein bisschen Zeit, bis Bundestrainerin Silvia Neid Ende Juni ihren erweiterten WM-Kader auf 24 Spielerinnen verkleinert, mit dem dann die letzten Testspiele vor dem Endrundenturnier in China bestritten werden sollen. Beim Algarve Cup vom 7.-14. März dabei zu sein, wenn es gegen so starke Konkurrenten wie Dänemark, Frankreich oder Norwegen geht, kann aber sicherlich keiner Kandidatin schaden. Während die Partien der EM-Qualifikation gegen die Niederlande, Wales oder die Schweiz kein Kräftemessen allererster Güte erwarten lassen, ist das Turnier in Portugal gewohnt hervorragend besetzt. Insofern wundert es einen schon, dass die zuletzt schon beim Vier-Nationen-Turnier nur sporadisch eingesetzte Conny Pohlers nur auf Abruf nominiert wurde (siehe Aufgebot).

Auch Weltmeisterin Sonja Fuss muss mit der Warteschleife Vorlieb nehmen. Einen Bonus für die Weltmeisterinnen von 2003 scheint es demnach nicht zu geben. Stattdessen konzentriert sich im Angriff alles auf den FFC Frankfurt mit Birgit Prinz, Sandra Smisek und der Ex-Potsdamerin Petra Wimbersky. Neben ihnen haben die Potsdamerin Anja Mittag und Martina Müller, die auch in ihrer Zweitligasaison mit dem VfL Wolfsburg nie den Anschluss an das Auswahlteam verlor, derzeit offenbar die besten Karten, eines der begehrten WM-Tickets zu ergattern.

Es ist dieses Überangebot an Stürmerinnen – denken wir auch noch an Inka Grings von Tabellenführer FCR Duisburg -, das die Auswahl den Bundestrainerinnen so schwer macht. Blockbildung macht zwecks Eingespieltheit folglich durchaus Sinn. Als Wimbersky noch für Potsdam auflief, rollte die Angriffsmaschine um Pohlers, Mittag und eben die Neu-Frankfurterin Wimbersky. Die gesetzte Birgit Prinz konnten sie nicht verdrängen, bildeten gemeinsam aber auch bei der EM – hier kamen noch die jetzige Wolfsburgerin Britta Carlson und Navina Omilade hinzu – das Gros der deutschen Offensive. Jetzt, wo Wimbersky und auch Carlson ihre Zelte in Potsdam abgebrochen haben, fehlt Pohlers dieser Vorteil, Teil einer eingespielten Offensive zu sein. Gut möglich also, dass Pohlers nicht ihre eigene Leistung, sondern das nur noch durchschnittliche Abschneiden ihres Vereins zum Verhängnis wird.

Es könnte für Pohlers also viel davon abhängen, wie Turbine Potsdam in der Rückrunde abschneidet und wieviel Schwung die für die Algarve nominierte Anja Mittag nach ihrer Rückkehr aus Schweden der Potsdamer Elf verleiht. Denn schlecht war die gebürtige Hallenserin bei ihren Auftritten im Januar in China beileibe nicht.

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2 Kommentare »

  • werkselfe sagt:

    schade, dass du die mal-wieder-nicht-berücksichtigung von simone laudehr nicht erwähnst. das ist bei deren leistungen in dieser saison nämlich eine absolute frechheit von frau neid.

    pohlers nichtnominierung kommt nicht überraschend, und ich glaube nicht, dass das mit der durchschnittlichen leistung ihres vereins zu tun hat. überraschend, dass smisek weiterhin dabei ist.

    gespannt bin ich auch auf ari hingst, die in den letzten länderspielen ein schatten ihrer selbst war.

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  • Hallo werkselfe,

    nach meinen Informationen hat Simone Laudehr wegen Prüfungen selber abgesagt.

    Ansonsten warten wir beide weiter gespannt, was die Zukunft bringt. 😉

    Katja

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