Rätselraten um Ma Xiaoxu

Von am 7. Februar 2007 – 12.45 Uhr

Auch zwei Tage nach Bekanntgabe des Wechsel von Chinas Nachwuchsstar Ma Xiaoxu von Dalian Shide zum schwedischen Spitzenverein Umeå IK bleiben Fragezeichen. Während in der schwedischen Presse nach und nach Details über die Verpflichtung durchsickern, halten sich die chinesischen Medien weiterhin bedeckt. Nicht ohne Grund, wie Womensoccer.de erfuhr. Denn Ma bestreitet den Wechsel nach wie vor hartnäckig.

„Ich bin von zahlreichen Leuten kontaktiert worden, aber das sind nur Gerüchte“, so Ma in einem Telefongespräch gegenüber unserem Pekinger Korrespondenten auf mehrfache Nachfrage.

Nach Aussagen von Dalians Manager Lin Lefeng seien die Verhandlungen „noch am Laufen.“ Man habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen, eine Vertragsunterzeichnung habe es noch nicht gegeben.

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Der schwedischen Tagespresse können wir hingegen entnehmen, dass ein Herzogenauracher Sportartikelhersteller an dem Deal nicht ganz unbeteiligt gewesen sein soll. Eine „Teilfinanzierung“ habe man geleistet, ist dort zu lesen.

Noch im November hatte Ma einen möglichen Wechsel ins Ausland zwar nicht ausgeschlossen, aber auch nicht hoch auf der Prioritätenliste angesiedelt.

Andererseits sind die finanziellen Rahmenbedingungen für Frauenfußballerinnen in China alles andere als attraktiv, so dass ein Wechsel schon allein deswegen nicht nur aus sportlichen Gründen nachvollziehbar wäre.

Also was nun? Vertrag oder kein Vertrag? Wechsel oder kein Wechsel? Handelt es sich nur um ein Missverständnis oder steht möglicherweise sogar eine Vertragsstreitigkeit bevor?

Man darf im Frauenfußball also gespannt sein auf den 20. Februar. Denn dann wird Ma in Umeå erwartet. In der letzten Februar-Woche soll sie bereits erstmals eingesetzt werden.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.