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Innenverteidigung als erster Schritt zum Umbruch

Katja Öhlschläger am 1. Kommentar schreiben
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Wenn am Freitag das Vier-Nationen-Turnier in China beginnt, wird das Durchschnittsalter der Teams deutlich unter dem liegen, was wir von großen Turnieren oder Qualifikationsspielen gewohnt sind. Etablierte Spielerinnen tanken Kraft für das WM-Jahr und kurieren kleine Zipperlein aus, den nachrückenden Spielerinnen gibt das die Gelegenheit, Duftmarken zu setzen.

Eine dieser Jungen im deutschen Team ist Annike Krahn. Doch grün hinter den Ohren ist sie nicht mehr, die 21-jährige Abwehrspielerin des FCR Duisburg. Weil beim letztjährigen Algarve-Cup Ariane Hingst ihre Ausbildung zur Physiotherapeutin abschloss und im zweiten Teil des Jahres die 107-fache Nationalspielerin Steffi Jones von Verletzungen gebeutelt wurde, ist sie mittlerweile eine feste Größe in der deutschen Innenverteidigung geworden.

Von Bundestrainerin Silvia Neid empfing die U19-Weltmeisterin von 2004 nicht nur einmal ein Sonderlob, im Spiegel der Presse schnitt sie durchweg gut ab. Und auch ihre Mitspielerinnen wissen um ihr Potenzial. Vize-Kapitänin Renate Lingor: “Sie hat sich nahtlos eingefügt. Spielerinnen wie Annike haben bereits in den verschiedenen Juniorenauswahlen sich mit dem Spielsystem vertraut machen können. Sie wissen, wie sie sich zu verhalten haben, deswegen klappt das auch so hervorragend.”

Nun also das Vier-Nationen-Turnier. Wieder mit Krahn und mit Hingst in der Abwehrzentrale. Steffi Jones, die beim Hallenpokal in Bonn am Samstag Kurzeinsätze hatte, fühlt sich der Strapazen eines fünftägigen Turniers offenbar noch nicht gewachsen und fehlt in China. Für Annike Krahn könnte das einen weiteren Mosaikstein auf dem Weg zu einem Stammplatz in China, wohlgemerkt bei der WM im September, bedeuten. Bleiben ihre Leistungen konstant gut, wird es Silvia Neid schwer fallen, Krahn mit Verweis auf Jones’ Erfahrung auf die Bank zu setzen. Denn nach der WM, spätestens nach Olympia, folgt der große, altersbedingte Umbruch im deutschen Team.

An einem radikalen Schnitt kann vor einer möglichen Heim-WM 2011 niemandem gelegen sein. Wer die Gene einer Führungsspielerin in sich trägt und bereits erfolgreich den Reifeprozess WM-Qualifikation durchschritten hat, sollte die Chance bekommen, sich auch bei einer WM an vorderster Front zu beweisen. Fest steht: Die Entscheidung über die deutsche Innenverteidigung hat Signalwirkung. So oder so.

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