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Vier-Nationen-Turnier: Guter Test ja, Standortbestimmung nein

Markus Juchem am 1 Kommentar
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So, am Freitag ist es also soweit, dann geht im chinesischen Guangzhou (sprich: GU-ANG-JOE), Wiege des chinesischen Frauenfußballs und Austragungsort des WM-Endspiels 1991, das Vier-Nationen-Turnier los. Es wird bereits zum siebten Mal ausgetragen, und nicht – wie oftmals fälschlicherweise in den Medien zu lesen – zum sechsten Mal. Denn bereits 1998 traf sich die Frauenfußball-Elite erstmals und zunächst einmalig im Reich der Mitte, ehe das Turnier dann 2002 in Vorbereitung auf die im eigenen Land geplante und später wegen SARS abgesagte WM wieder belebt wurde.

Im Vorfeld des Turniers ist in schöner Regelmäßigkeit zu lesen, das Turnier sei eine „Standortbestimmung“ (etwa Silvia Neid im aktuellen DFB-Interview) für die WM. Könnte man meinen, nehmen doch die beiden Top-Teams der FIFA-Weltrangliste, Deutschland und USA, sowie zwei weitere Mannschaften aus den Top 12, China (9.) und England (12.), teil. Doch von einer solchen kann in diesem Jahr wohl kaum die Rede sein.

Die beiden Top-Nationen Deutschland und die USA reisen stark dezimiert nach China. So muss die DFB-Elf auf Spielerinnen wie Birgit Prinz, Renate Lingor, Steffi Jones, Sandra Minnert, Kerstin Garefrekes, Nadine Angerer und auch Isabell Bachor verzichten. Zudem befinden sich die deutschen Spielerinnen derzeit nicht im Ligabetrieb.

Im U.S.-Team fehlen ebenfalls eine ganze Reihe routinierter Akteurinnen, u. a. Rekordnationalspielerin Kristine Lilly, Abby Wambach, Aly Wagner und Christie Rampone. Nur zwei Spielerinnen im Kader für das Vier-Nationen-Turnier haben mehr als 100 Länderspiele bestritten, Torhüterin Briana Scurry und Kate Markgraf. Ungewöhnlich für ein U.S.-Frauenfußball-Team.

England und Gastgeber China werden zwar wohl nahezu in Bestbesetzung antreten, doch die Engländerinnen, die nicht am Algarve Cup teilnehmen, hätten sich wohl auch lieber einen aussagekräftigeren Härtetest gewünscht.

Eine gute Gelegenheit ist das Turnier in China dennoch – denn gerade die jungen Spielerinnen werden die Chance erhalten, sich im Wettkampfmodus zu bewähren und Pluspunkte im Kampf um einen Platz im WM-Kader zu sammeln. Und vielleicht kann sich ja im deutschen Team eine Spielerin in den Vordergrund spielen, die man bisher noch nicht auf dem Zettel hat. Dann hätte sich die weite Reise gelohnt.

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Markus Juchem (46) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ und Kicker.

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1 Kommentar »

  • Denker sagt:

    Wenn man sich das ansieht, stellt sich doch sofort die Frage, warum dann nicht zwei andere Mannschaften ausgewählt wurden. Statt Deutschland und Amerika. Im WM-Jahr würden doch bestimmt gerne noch andere teilnehmen. Stattdessen sind die Nr. 1 und 2 der Welt mit B-Mannschaften dabei. Traut man sich nicht, denen abzusagen oder vorab zu klären, dass das Turnier auch ernstgenommen wird? Sowas ist doch schade um das Turnier und blöd für England und China. Kann doch nicht sein, dass dort jemand hinkommt, um das chinesische Essen auszutesten.